Wanderausstellung "Justiz im Nationalsozialismus: Über Verbrechen im Namen des Deutschen Volkes"

Ausstellung "Justiz im Nationalsozialismus"
Wanderausstellung "Justiz im Nationalsozialismus: Über Verbrechen im Namen des Deutschen Volkes"

Die Ausstellung wird als nächstes im Bismarck-Gymnasium Genthin zu sehen sein.

Ausstellungszeitraum

In der Zeit vom 23. Januar bis 3. Februar 2017 sowie
in der Zeit vom 13. Februar bis 24. Februar 2017.

Öffnungszeiten

Montag bis Donnerstag von 9 bis 15 Uhr
Freitag von 9 bis 13 Uhr

Führungen und Auskünfte

Für die Ausstellung werden nach Vereinbarung Führungen angeboten. Bitte melden Sie sich bei Interesse im Sekretariat des Gymnasiums unter

Allgemeine Informationen

Angebote für Schulen nach Vereinbarung

Filmprojekt „Das Heimweh des Walerjan Wróbel“ (D 1991)
Ein Film über einen jungen polnischen Zwangsarbeiter, den ein deutsches Sondergericht 1942 zum Tode verurteilte.
Im Anschluss: Filmgespräch mit Michael Viebig, Halle (Saale)

Buchlesung „Zelle 18. Eine Geschichte von Mut und Freundschaft“
Autorenlesung über eine Gruppe junger polnischer Mädchen, gegen die ein deutsches Kriegsgericht verhandelte.
Simone Trieder und Lars Skowronski, Halle (Saale)

Projekttag "Todesurteile gegen die Leichenschänder"
Die juristische Aufarbeitung des Eisenbahnunglücks von Genthin im Dezember 1939 durch die NS-Justiz

Projekttag "...nur eine Liebesbeziehung: Susanne Quidousse"
Belgische Zwangsarbeiterin bei Henkel in Genthin vor dem Sondergericht Magdeburg

Bei Interesse, nehmen Sie Kontakt zur Stiftung Gedenkstätte auf:

Zur Ausstellung

Erneut präsentiert Sachsen-Anhalt die Wanderausstellung "Justiz im Nationalsozialismus: Über Verbrechen im Namen des Deutschen Volkes". Sachsen-Anhalt setzt sich damit intensiv mit der national-sozialistischen Justizgeschichte in Sachsen-Anhalt auseinander.

Die Ausstellung führt den Besuchern vor Augen, zu welchen Exzessen die Justiz in einem totalitären System fähig sein kann. Das Ministerium für Justiz und Gleichstellung, die Stiftung Gedenkstätten und die Landeszentrale für politische Bildung haben die in Niedersachsen konzipierte Wanderausstellung um eine Vielzahl regionaler und lokaler Aspekte erweitert. Entstanden ist eine Ausstellung, die den Blick auf die Region lenkt.

Die Justiz stellt sich damit ihrer Vergangenheit. Sie benennt Unrecht, gibt Opfern ein Gesicht und zeigt, wie einzelne Richter agierten. Gelungen ist dies, weil Juristen, Historiker und Vertreter von Vereinen und Verbänden auf Initiative der Veranstalter gemeinsam geforscht haben. So ist in den Jahren 2008 und 2009 eine breit gefächerte Ausstellung zusammen getragen worden, die seit dem mit jedem neuen Standort weiter wächst.

Die Ausstellung stellt das Justizsystem zur Zeit des Nationalsozialismus dem Rechtsstaat in der Demokratie gegenüber. Sie klärt auf und leistet damit einen wichtigen Beitrag zur gesellschaftlichen Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus.

Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt vom Ministerium für Justiz und Gleichstellung des Landes Sachsen-Anhalt, der Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt, der Landeszentrale für politische Bildung des Landes Sachsen-Anhalt und der Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen-Anhalt.

Weitere Termine

Weitere Termine stehen noch nicht fest.

Frühere Stationen

Informationen zu den ehemaligen Ausstellungsstandorten finden Sie im Archiv