Obligatorische außergerichtliche Streitschlichtung

In Sachsen-Anhalt ist die Durchführung eines Einigungsversuchs vor einer außergerichtlichen Schlichtungsstelle in bestimmten Rechtsstreitigkeiten seit dem 1. Juli 2001 gesetzlich vorgeschrieben.

Sie können eine Klage in diesen Fällen nur dann bei Gericht einreichen, wenn Sie nachweisen können, dass ein Schlichtungsverfahren durchgeführt wurde und dabei keine Einigung erzielt werden konnte.

Ausführliche Informationen enthält die Broschüre "Schlichten statt richten" .

Schlichtungsstellen

Für die Durchführung des außergerichtlichen obligatorischen Schlichtungsverfahrens sind folgende Schlichtungsstellen vorgesehen:

  • Die auf kommunaler Ebene eingerichteten Schiedsstellen. Auskünfte erteilen die Gemeinden und die Amtsgerichte 

Liste der Rechtsanwälte

Über nachfolgenden Link können Sie sich die aktuelle Liste der Rechtsanwälte, die bereit sind, im Jahr 2016 als Schlichtungspersonen tätig zu werden, als PDF-Datei herunterladen.

Selbstverständlich können Sie außerhalb des obligatorischen Schlichtungsverfahrens die Güte- und sonstigen Schlichtungsstellen auch jederzeit freiwillig anrufen.

Weitere Informationen

Für die Anerkennung als Gütestelle sowie die Rücknahme und den Widerruf der Anerkennung ist die Präsidentin des Landgerichts Magdeburg zuständig.
Dort wird ebenfalls das öffentlich zugängliche Verzeichnis der anerkannten weiteren Gütestellen geführt.